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Packliste Packliste

 

Veränderungen unterwegs

Um Gewicht zu reduzieren haben wir das Packraft und alles was dazu gehört von Auckland nach National Park geschickt. Auf diesem Stück wäre es nur unnötiger Ballast gewesen. Im Paket ist auch das überflüssige Packtowel XL gelandet. Alles in allem etwa 3,5 Kg. Auf der Südinsel haben wir das Packraft nicht genutzt.

Ohne das Packraft konnte auch der Rucksack leichter werden und so haben wir einen Osprey durch einen ÜLA Ohm 2.0 ersetzt. Nochmal 1,5 Kg gespart.

Minimal schwerer wurde unser Kochset. Nach 2 Monaten haben wir uns von unserem Hoboofen getrennt und uns für einen kleinen Gaskocher entschieden, der das Kochen extrem vereinfacht hat. Das Mehrgewicht der Gaskartusche ist jedes Gramm wert. Bei T-Shirts/Unterwäsche kann man ohne Probleme auf je 2 Stücke reduzieren. Somit war das Basisgewicht auf unter 8 Kg pro Person gesunken.

Für die nächste Langstreckentour werden wir ein noch niedrigeres Basisgewicht von max. 6 Kg anstreben (u.a. durch leichteres Zelt/ Rucksack).

Ausrüstung - Top und Flop

Exped Venus II Extreme: extrem geräumiges Zelt, das von oben wunderbar trocken hält. Leider ist der Zeltboden völlig undicht und der Verbindungsstoff zwischen Innen- und Außenzelt löst sich auf. Die Reklamation steht noch aus. Ohne diese Mängel ein perfektes Zelt, wenn es nicht auf jedes Gramm ankommt.

Osprey Ariel/Aether: sehr stabiler Rucksack mit zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten. Kann auch Lasten bis 20 Kg gut bewältigen (obwohl  das unabhängig vom Rucksack einfach zu viel ist). Nachteile sind einerseits das recht hohe Gewicht und die zahlreichen Taschen bzw. Einschübe (bei Feuchtigkeit) sowie das unbrauchbare Raincover. Die zwischen Rucksackhauptfach und Rücken liegenden "Taschen" für z.B. die Wasserblase werden zwangsweise bei stärkerem Regen nass und trocknen extrem schlecht. Ein toller Rucksack für Touren in trockeneren Gebieten und schwerem Gepäck.

Zeltunterlage GG Polycryo: Das ist nicht nur eine einfache Folie, sondern eine extrem haltbare Zeltunterlage, die fast nichts wiegt. Nach 800 km ohne Loch. Perfekt. Alternativ kann man auch eine ähnlich leichte Rettungsdecke nutzen, die jedoch schneller kaputt gehen wird.

Schlafsäcke: Beide super. Für die Nordinsel würde auch ein etwas leichteres Modell mit weniger Füllung reichen.

Exped Snozzle Bag: Hervorragender Pack- und Pumpsack. Haben ihn zum Aufblasen des Packrafts und der Matten, sowie als Packsack genutzt. 

Exped Synmat UL 7: Bei beiden Matten nach etwas 70 Nutzungen Totalausfall durch Lösung der Kammertrennwände und dies trotz optimaler Pflege und keiner Überblähung. Bis dahin haben die Matten einwandfrei funktioniert. Wer eine absolut zuverlässige Matte sucht, sollte die Finger von der Matte lassen. Positiv und überwältigend war der Exped Service in Neuseeland: Obwohl wir keinen Beleg hatten haben wir anstandslos nagelneue Matten bekommen. Ein genialer Service, der die fraghafte Zuverlässigkeit wieder ausgleicht.

Das Alpacka Packraft und das Supai Paddel sind hervorragend und haben unsere Erwartungen bisher übertroffen.  Ebenso die ultraleichten Spannriemen von Exped.

Mammut Wanderschuhe: Ein leichter, extrem bequemer und doch ausreichend stabiler Schuh. Haltbarkeit: Wasserdicht durch Goretex Membran für etwa 500km. Nach etwa 1500km ab in die Tonne.

Regenjacken: The North Face Summit Series: ist für Regen völlig ungeeignet. Das Wasser sammelt sich in den Innentaschen bis diese überlaufen. Dazu löst sich die Membran an mehreren Stellen, an anderen ist nicht zu erkennen warum die Jacke so undicht ist.

Die Helium Jacket von Outdoor Research hat trotz minimalem Gewicht  von außen immer trocken gehalten und auch einen schweren Rucksack gut überstanden. Einziges Manko ist die Feuchtigkeit von innen.

Hoboofen: Der Ofen ist eine der leichtesten Kochersysteme, macht allerdings auch besonders an nassen Tagen viel Arbeit und kostet dadurch wertvolle Energie.

Liner: die Gossamer Gear Liner taugen absolut nichts, eine stabile Mülltüte hält mehr aus.

Kindle Paperwhite: Trailnotes, Reiseführer und Romane waren alle auf dem Kindle. Wir haben lange darüber nachgedacht ob diese elektronische Variante im Outdoorbereich praktikabel ist. Und sie ist es. Oft blieb der Kindle sogar in der Hosentasche, um ihn bei Bedarf schnell herausholen zu können. Im Gewicht, der Akkuleistung und nachts im Zelt zum Zeitvertreib nicht zu schlagen.

Spot GPS Messenger: Die Idee ist klasse, die Umsetzung zweifelhaft. Die Trackingfunktion, ebenso die OK Messages, werden nur zu etwa 50% tatsächlich übertragen, obwohl das Gerät eine einwandfreie Übertragung anzeigt. Wenn die Notfalltaste auch so unzuverlässig funktioniert...

Wer allerdings kein PLB (Personal Locator Beacon) bekommt ist mit dem Spot noch deutlich besser ausgestattet, als gar nichts mitzunehmen.

Daunenjacken: Inzwischen unverzichtbar. Obwohl sie fast immer als Kopfkissen in der Nacht genutzt wurden und als Isolation an kalten Tagen/Abenden sind beide Jacken immer noch in einem tadellosen Zustand. Spannend: Zwischen der teuren Mammut und der billigen CAMP Jacke bestand in der Praxis und der Haltbarkeit kaum ein Unterschied.