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Neuseeland bei Google Maps

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Vor der Reise

Visum: Wer länger als drei Monate durch Neuseeland reisen möchte, ohne zu arbeiten, benötigt ein Visitor Visa. Zuständig ist das Hamburg VISA Application Centre. Notwendige Informationen zum Vorgang gibt es auch hier.

Im Grunde ist es recht simpel. Man druckt die Dokumente Visitor Visa Application (INZ1017) sowie die dazugehörige Erklärung, Visitor Visa Guide (INZ1018), füllt das Formular INZ 1017 aus und schickt es mit den übrigen Dokumenten (z.B. Reisepass, Flugbestätigung, Kontoauszug) zu dem Hamburger VISA Application Centre. Dann muss man nur noch warten. Bei uns hat es ca. 4 Wochen gedauert.

Kosten: 105€ + 23€ (Service Gebühr) + 18€ (Rücksendung - entfällt bei Abholung in Hamburg). Insgesamt also ca. 140€, die per Kreditkarte entrichtet werden müssen. Hierzu werden die Kreditkartendaten im Visaantrag mit angegeben.

Was darf nicht eingeführt werden?

Auf der Homepage des New Zealand Customs Service kann nachgelesen werden was alles zu Hause bleiben muss. Egal ob Nahrungsmittel oder verschreibungspflichtige Medikamente.

Aber was ist in Neuseeland überhaupt verschreibungspflichtig? So einiges...z.B. auch Ceterizin (Antiallergikum, sofern die Packung eine 5 Tages Dosis übersteigt). Wer es genau wissen möchte kann sich beim Ministerium für Gesundheit informieren. Dort kann man den Wirkstoff eingeben und erfahren ob das Medikament in NZ verschrieben werden muss oder nicht.

Wer sich mit etwas nicht ganz sicher ist (wie wir mit Gewürzen), kann dies mitnehmen und im Einreiseformular angeben. Ob die Einfuhr dann tatsächlich verboten ist, erfährt man bei der Einreise.

Ebook Reader vorbereiten

Wir haben uns aus Gewichtsgründen gegen normale Reiseführer entschieden. Stattdessen nehmen wir einen Ebook Reader mit. Auf diesem ist bei uns der Rough Guide New Zealand (Kindle Edition) sowie der Rother und der Lonely Planet Wanderführer. Die Wanderführer mussten wir einscannen und die einzelnen Seiten in einem PDF zusammenfügen.

Die Routeninformationen zum Trek von der Te Araroa Homepage haben wir in ein Word Dokument kopiert, mit einem Inhaltsverzeichnis versehen, als HTML Datei gespeichert und die HTML Datei mit dem Programm Calibre in das MOBI Format für den Kindle umgewandelt.

Outdoorausrüstung prüfen!

Habt ihr alles was ihr braucht? Der Aussage eines Globetrotter Mitarbeiters, der uns fragte wieso wir vor dem Flug schon alles kaufen wollen, da es doch vor Ort überall Outdoorläden geben würde, können wir absolut nicht zustimmen. Zwar haben die größeren Städte brauchbare Outdoorgeschäfte, diese führen aber nur bestimmte Marken. Wer UL Ausrüstung sucht, z.B. von amerikanischen Firmen, wird enttäuscht sein. UL Ausrüstung gibt es bisher in Neuseeland fast überhaupt nicht, von einzelnen Produkten bekannter Marken wie Exped mal abgesehen. ÜLA, Gossamer Gear, Golite und zahlreiche andere Marken sind nicht existent im Neuseeländischen Markt. Selbst bekannte Marken wie Mammut findet man nur selten. Im Fall Mammut war dies für uns ein großes Problem, da wir fest davon überzeugt waren, unsere Outdoorschuhe dort wieder zu finden. Nach 800 Km waren sie durch und weder in Auckland noch in Hamilton war etwas, für uns Brauchbares, zu finden. Eine Alternativlösung (von The North Face) hat trotz Eingewöhnungsphase zu einem Überlastungsschaden geführt, der Mitursache für unseren Abbruch des Te Araroa war.

Standardausrüstung findet man reichlich in Neuseeland. Besonders die Marken Exped und Osprey sind durch die Bivouc Outdoorgeschäfte umfangreich vertreten.  Ebenso gibt es viele Kathmandu und Macpac Filialen. Mountain Design Geschäfte führen auch Berghaus und Mammut.

Am besten überlegt man sich vorher was man vielleicht vor Ort braucht und schaut bereits von zu Hause ob die Produkte erhältlich sind.

Outdoorgeschäfte:

Bivouc, Macpac, Kathmandu, Mountain Design, Hunting & Fishing und ab und zu gibt es noch kleine aber gut ausgerüstete Einzelgeschäfte wie z.B. in Hamilton (kann mich nicht mehr an den Namen erinnern)

Rucksackgewicht überdenken

Wir werden nächstes Mal anders an die Sache herangehen. Zwar haben wir bei vielen Gegenständen das Gewicht reduziert, bei anderen uns jedoch für Luxusvarianten entschieden. Das war ein Fehler, denn durch die lang andauernde Belastung und potentielle Überlastungsbeschwerden, zählt jedes Gramm. Das Basisgewicht des Rucksacks muss so leicht wie möglich sein (die Sicherheit darf natürlich nicht vernachlässigt werden). Trotzdem muss der Rucksack so "stabil" sein, dass er auch zusätzlich Essen für bis zu 7 Tage (einmal ggf. für 9 Tage) und Trinken für einen Tag (an wenigen Stellen auch für 2 Tage), transportieren kann. 

Packraft ja oder nein?

Wer einen Thru-Hike plant sollte kein Packraft mitnehmen. Obwohl es besonders auf der Nordinsel bis Auckland und später nochmal auf dem Whanganui River sehr nützlich ist, eine maximale Flexibilität bietet, Geld spart und eine Menge Spaß macht, ist das Zusatzgewicht zu groß. Wer eher Sektionen wandert oder auch abseits des Te Araroa kombinierte Trekking/Packraft Touren machen möchte sollte es auf jeden Fall mitnehmen. Mögliche Touren (günstiges Wetter vorausgesetzt) sind im Abel Tasman Nationalpark, in den Marlborough Sounds, dem Mimiwhangata Costal Park oder z.B. der Bay of Many Islands möglich. Auch Fjordland bietet interessante Möglichkeiten. Allerdings sind der Wind bzw. die schnellen Wetterwechsel ein Problem. Flusstouren sind z.B. auf dem Whanganui River, Dart River, Clutha River oder dem Buller möglich. Infos über die Flüsse finden sich im Netz leider wenig. Der Whitewater Guide New Zealand beinhaltet überwiegend WW3 aufwärts. Wer Flüsse bzw. Abschnitte bis WW2 sucht kann bei kommerziellen Raftinganbietern (siehe Activities) schauen bzw. erfragen, wo diese ihre "Family-Touren" machen.

Notfallausrüstung

Da es in Neuseeland in weiten Teilen (insbesondere auf der Südinsel) keinerlei Handyempfang gibt, sollte man sich optimaler Weise ein PLB (Personal Locator Beacon) zulegen. Wir haben das aufgrund der Registrierungsprobleme nicht gemacht. Alternativ geht auch der Spot Messenger, dessen Zuverlässigkeit uns nach mehreren Monaten der Nutzung als fraglich erscheint. Auch wenn es teuer ist, würden wir uns inzwischen für solche Touren ein Satellitentelefon anschaffen.

Wir haben selbst in der Richmond Range erlebt, wie jemand den Notknopf am PLB drücken musste. Leider passieren häufig Unfälle. Darunter auch fatale, wie z.B. im vor uns liegenden Streckenabschnitt vor dem Waiu Pass. 

Körperliche Vorbereitung?

Wir haben uns weniger als auf andere Touren vorbereitet, dachten wir doch während des Laufens in optimale Form zu kommen. Leider ein Trugschluss. Bereits am Ninety Mile Beach, also ganz am Anfang, muss man recht weite Strecken auf monotonem Untergrund zurücklegen, was eine hohe physische Belastung darstellt. Viele Te Araroa Wanderer haben hier Probleme und kommen humpelnd, die Füße mit Blasen übersät, in Ahipara an. Jeder Tag kostet viel Energie und eine ausreichende Erholung ist selten gegeben. Die verbrauchte Energie über die Nahrung zu decken ist aufgrund des hohen Kalorienverbrauchs äußerst schwierig. Denn der Te Araroa ist zu großen Teilen kein einfacher Wanderweg, sondern eine kräftezehrende Herausforderung.  Lange Rede kurzer Sinn. Man sollte sich möglichst vorher schon durch z.B. anspruchsvolle Touren, Kraft- und Ausdauertraining optimal vorbereiten.

Einige Te Araroa Wanderer haben nach ein paar hundert Kilometern mit der Achillessehne massive Probleme. Ein exzentrisches Wadentraining ist sinnvoll um die Achillessehne auf die kommende Belastung vorzubereiten (Sehnen adaptieren leider nur recht langsam, also frühzeitig beginnen).

Literatur

- Buch: A Walking Guide to New Zealand's Long Trail - Te Araroa (von Geoff Chapple): Dieses Buch ist im Vorfeld gut als Einstimmung geeignet und um sich einen Überblick zu verschaffen. Nach der Tour ist es eine schönes Erinnerungsstück. Für den Sektionen Wanderer ist es gut geeignet, unnütz jedoch während der Tour. Hier reichen die Trailnotes der Te Araroa Homepage völlig aus (die Textpassagen sind teilweise identisch).

- Te Araroa Homepage: Pflichtseite für Te Araroa Wanderer. Hier bekommt man Kartenmaterial und die Trackbeschreibungen. Diese werden immer wieder aktualisiert. Trotzdem kann es zu Differenzen zwischen beschriebenem Weg und in der Karte eingezeichnetem Weg kommen. Die angegebenen Zeiten sind teilweise realistisch, oft auch sehr daneben. Anscheinend wurden die Abschnitte von unterschiedlichen Personen geschrieben. Somit kann man sich nicht immer auf die Begrifflichkeiten verlassen bzw. daraus auf die tatsächlichen Bedingungen schließen. Auch kann es passieren, dass ein Easy Tramping Track derart zugewachsen ist, dass man nur mit 1-2 km/h voran kommt, während ein Tramping Track leicht und zügig zu gehen ist. Und auch sind Routenabschnitte immer wieder einfacher als Tramping Tracks (siehe Einteilung der Tracks unten).

Die Karten sind im Grunde ausreichend. Din A 4 ausgedruckt haben diese einen Maßstab von 1:100.000 und sind somit für die Navigation nur bedingt brauchbar. Da diese jedoh weitestgehend unproblematisch ist, sind Detailkarten nicht nötig. Achtung beim Ausdrucken: Wir haben zahlreiche Karten von unterschiedlichen Te Araroa Wanderern gesehen. Auf den wenigen sehr guten, konnte man die Höhenlinien noch wunderbar erkennen.

- Buch: End to End New Zealand: Following the Te Araroa Trail on a 3,000 Km Journey from Cape Reinga to Bluff (von Paul Garland): Ein Reisebericht. 

Einteilung der Tracks in Neuseeland

von leicht nach schwer

- Walking Track

- Easy Tramping Track

- Tramping Track

- Route

Was kann man auslassen?

Wir würden den Abschnitt zwischen Auckland und Hamilton nicht noch einmal wandern. Hier ist der Highway zu nah am Weg und es sind zu viele Straßenabschnitte. Auch im weiteren Verlauf stören Straßenabschnitte die Idylle. Einige Te Araroa Wanderer übergehen diese Abschnitte durch Trampen.

Einreise

Auf jeden Fall alles angeben was in dem Einreiseformular abgefragt wird. Die Outdoorausrüstung wird kontrolliert. Bei uns wurde ein kurzer Blick auf die Sohlen geworfen (sollten keine Erde im Profil haben) und das Zelt für eine Viertelstunde mitgenommen und geprüft (Erde, Samen, etc...). Was einigermaßen sauber ist, kann problemlos eingeführt werden. Und bereits hier wird man die Freundlichkeit der Kiwis kennenlernen.

Unterwegs auf dem Te Araroa

Verpflegung

Nordinsel: Im Grunde recht problemlos. Es gibt zahlreiche Ortschaften am Weg oder zumindest in der Nähe. Längere Abschnitte (>5 Tage) ohne Supermärkte sind z.B. hinter Ahipara und hinter National Park Village.

Allerdings darf man nicht zu viel erwarten, wenn "Full range of amenities" in den Trailnotes zu lesen ist. Manchmal gibt es dort nur einen kleinen Minisupermarkt mit horrenden Preisen.

Trinkbares Wasser ist auf der Nordinsel an einigen Stellen etwas schwieriger zu finden. Durch die intensive Viehwirtschaft sind Wasserläufe unterhalb von Weidegebieten nicht genießbar. Es gibt sogar vereinzelt Bäche in denen selbst Schwimmen aufgrund von Wasserkontamination verboten ist. Bergbäche sind in der Regel in Ordnung. Wir haben trotzdem alles mit Chlor behandelt (und danach mit Antichlor). Wer keinen Filter hat und auf einigermaßen klares/sauberes Wasser angewiesen ist, benötigt an ein paar Stellen einen Wasservorrat für 2 Tage.

Südinsel: Weitaus schwieriger als im Norden. Viele Abschnitte sind >5 Tage. Läuft man den Pelorus River Track und die Richmond Range ohne Unterbrechung in Nelson benötigt man Essen für mindestens 8 Tage. Für noch länger, wenn dort gerade ein Sturm über die Berge fegt oder man etwas kürzere Etappen wählt. Blockierungen durch schlechtes Wetter sollten immer mit einbezogen werden. 

Leider kommt man am Ende eines Abschnittes zwar an Straßen an, jedoch häufig nicht an einen Ort mit einem Supermarkt. Oder man erreicht einen Ort wie St. Arnaud. Hier gibt es nur einen kleinen teuren Supermarkt, der nicht alles hat was viele  brauchen. Daher muss man entweder zur nächsten Stadt hitchhiken oder im Vorfeld Essenspakete verschicken.

Eine Zusammenfassung über Resupply und Unterkünfte gibt es hier.

Wasser gibt es jedoch reichlich. Ob man das Wasser der Bergflüsse und Bäche behandelt, wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Manche trinken alles unbehandelt, andere sind vorsichtiger. In der Richmond Range haben wir mit einheimischen Jägern gesprochen, die dort alle das Wasser unbehandelt trinken. Sie haben uns aber empfohlen in Gegenden mit stark frequentierten Trekkingrouten das Wasser zu behandeln.

Sandflies

Sandflies sind eine Plage in weiten Teilen des Landes. Mit Abstand am schlimmsten war es am Pelorus River Track. Da konnte selbst Fjordland nicht mithalten. Das einzig sinnvolle ist sich einzupacken, also lange Kleidung...oder die Bisse und das Jucken einfach ertragen. Die einzigen Mittel zum Einsprühen, die wirklich helfen, sind mit DEET. Diese sind jedoch nicht gerade gesundheitsfreundlich und werden in den Bushcraft Lehrbüchern der Federated Mountain Clubs of NZ nicht empfohlen.

Manchmal hilft es von einem Sandfly verseuchten Stück einfach ein Stück weiter zu gehen. Mit (viel) Glück sind dann dort keine oder zumindest weniger.

Achillessehnenbeschwerden

Wie oben beschrieben sollte man sich bereits im Vorfeld gut vorbereiten. Wer während der Tour eine Achillodynie entwickelt, also Schmerzen im Bereich der Achillessehne und des Ansatzes, kann exzentrisches Wadentraining, täglich und insbesondere an den Ruhetagen, fortführen. Verschlimmern sich die Beschwerden weiter, hilft nur eine Reduktion der Belastung. 

Wo schlafen? Camping und Hütten in Neuseeland

Camping: 

Wildes Zelten wird in Neuseeland als "Freedom Camping" bezeichnet. Im Allgemeinen ist das "wilde" Zelten auf DOC-(Departement of Conservation) Land erlaubt, sofern man sich mindestens 200m von Straßen oder Great Walks entfernt, befindet. Ist dies nicht der Fall zeigen Hinweisschilder das Campingverbot an. Ja richtig, man kann also auch auf einem Great Walk abseits des Weges sein Zelt aufstellen, muss jedoch bedenken, dass es oftmals aufgrund der Landschaft bzw. des Untergrundes schwierig sein kann. In stark begangenen Regionen sollte aus Naturschutzgründen sowieso darauf verzichtet werden den Pfad zu verlassen.

Große Geschäfte müssen ausreichend tief eingegraben werden - also vorher ein Loch graben :-) - und weit genug von Gewässern entfernt sein.

Sind DOC Hütten in der Nähe sollten deren Toiletten genutzt werden. Sofern nichts anderes beschrieben steht, kann man mehr als 200m entfernt von den Hütten kostenlos Zelten. Innerhalb des 200m Radius, richtet sich der Preis nach der Hüttenkategorie (abseits der Great Walks meist nur 6$ pro Person und oft sogar kostenlos). Am besten beim DOC Visitor Center vor Ort nachfragen.

Ausführliches von offizieller Seite, ist hier nachzulesen. Auf Privatgrund müssen die Eigentümer um Erlaubnis gefragt werden.

Neben der Möglichkeit des Freedom Camping gibt es zahlreiche DOC Campingplätze (mit Wasser und Toiletten, selten mit Dusche). Da nur sporadisch kontrolliert wird, ob gezahlt wurde, prellen viele Touristen die Zeche. Das ist schade, zumal es einer wichtigen Sache zugute kommt. Also bitte ehrlich sein!

Eine Liste mit allen DOC Campingplätzen ist hier.

Wenn gar kein Schlafplatz auffindbar ist...

Hütten:

Neuseeland verfügt auf der Südinsel über ein umfangreiches Hüttennetz. Von gaaaanz einfachen Hütten bis zu einfachen Hütten, ist alles dabei. Duschen oder Bewirtschaftung gibt es auf keiner einzigen, nicht mal auf den Great Walks. Wer auf Luxus nicht verzichten möchte, muss auf Touren zurückgreifen, auf denen andere Unterkünfte zur Verfügung stehen (z.B. Abel Tasman).

Die Kosten liegen zwischen 5$ für einfache Hütten ohne Service bis hin zu teuren Great Walk Hütten. Bei den 15$ teuren serviced huts steht Feuerholz vorbereitet zur Verfügung, was in der Praxis jedoch häufig nicht der Fall ist. Im Grunde sind diese einfach nur teurer und bieten meist nicht mehr. Will man viel in Hütten schlafen sollte man sich einen Backcountry Hut Pass zulegen. Wir haben darauf verzichtet und meist im Zelt geschlafen. Für den Fall doch mal in einer Hütte zu schlafen hatten wir uns ein paar Einzeltickets (im Visitor Center) gekauft.

Durch das umfangreiche Hüttennetz ist Übernachten auf der Südinsel kein Problem. Weitaus schwieriger ist es auf der Nordinsel geeignete Plätze zu finden. Auf dem Te Araroa trifft man auf der Nordinsel erst nach Hamilton, also nach über 800km auf die erste Hütte.

Lässt sich gar nichts finden, kann man bei Anwohnern fragen ob man sein Zelt aufstellen kann.

Gefahren 

Nordinsel:

- Kuh- und Bullenweiden

- Menschen: wir wurden mehrmals gewarnt, tatsächlich passiert aber recht wenig

- Wetter: vor allem im Tongariro National Park/ Taurua Range sowie bei Sturm in Wäldern

- Achtung vor Steinschlag bei einem Abstecher zum Mt. Ngauruhoe (im Abstieg)

- Estuary Querungen, Querung von Flussmündungen: Wer die Tide beachtet wird in der Regel keine Probleme haben.

- UV Strahlung: wird von vielen Touristen nicht ernst genug genommen.

Südinsel:

- Wetter: fast überall, besonders im alpinen Bereich, Achtung bei Sturm in Wäldern

- River-Crossings: Gefahr des Ertrinkens wenn Fluss geflutet ist, Auskühlung (bei niedrigen bis normalen Wasserständen bereiten die Flussquerungen meist keine Probleme/ bei Dauerregen können die Pegelstände jedoch schnell ansteigen)

- ausgesetzte Pfade: besonders zwischen Mid- und Top Wairoa Hut in der Richmond Range objektive Gefahren

- alpines Gelände: Richmond Range und Passüberquerungen, der Motatapu Alpine Track ist verhältnismäßig einfach und hat den Zusatz "alpin" nicht wirklich verdient

- UV-Strahlung siehe oben

Die Navigation bereitet meist keine Probleme. Ein GPS Gerät ist aber durchaus sinnvoll, besonders bei plötzlichen Wetterverschlechterungen im alpinen Gelände.

Kompasse aus Europa funktionieren nicht richtig in Neuseeland. 

Activities

Man muss darauf gefasst sein, fast überall in Neuseeland mit so genannten Activity-Angeboten überhäuft zu werden. Von Bungee Sprüngen bis Skydiven ist alles dabei und immer schön teuer. Im Falle der Raftingtouren kann es zur Ideenfindung praktisch sein, ansonsten wird einem ständig suggeriert, etwas zu verpassen. Also nicht darauf reinfallen oder ganz gezielt nur Dinge machen, die man sich wirklich vorgenommen hat und vielleicht auch nirgends sonst machen kann. hier ist ein link zu den möglichen activities. Abseits der Touristenpfade ist fast alles kostenlos machbar, wie z.B. Caving, Klettern, Bouldern (Castle Hill !!!), (Pack-)Rafting, Rope Swing + Deep Water Soloing(Paynes Ford).  

Paynes Ford