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Trekking auf Sylt? Lohnt sich das zwischen all den Touristen? Wo kann man denn da überhaupt eine Trekkingtour machen?

Genau das habe ich mir die letzten Jahre auch gedacht. Unmengen an Touristen bevölkern jedes Jahr die Insel, gehen zu Gosch und zur Sansibar und das nicht weil es da besonders gemütlich und gut ist, sondern weil man eben da gewesen sein muss, liegen faul am Strand herum und lassen sich, vorausgesetzt das Wetter ist mal gut, die Haut verbrennen. Nichts desto trotz hat Sylt eine besonders schöne Küste und selbst in der Hochsaison menschenleere Ecken.
Besonders aufgefallen ist mir dies bei meinem letzten „Around Sylt“ Versuch, bei dem ich die Insel zu Fuß ohne wirkliche Pause umrunden wollte. Über 105 km muss man dabei zurück legen und der nächste Versuch kommt bestimmt.

Tetrapoden

Etwas ruhiger kann man es bei einer drei Tagestour angehen. Am besten man startet in Morsum, läuft am ersten Tag an der Ostseite bis zum Ellenbogen, am zweiten Tag an der Westküste bis nach Hörnum und am letzten Tag wieder an der Ostseite zurück nach Morsum. Anders herum geht’s natürlich genauso.
Auf jeden Fall sollte man die Gezeiten und die Windrichtung im Kopf haben. Bei Hochwasser stundenlang im weichen Sand zu gehen und dann noch mit kräftigem Gegenwind  ist kraftraubender als viele sich vorstellen können.

Sonnenaufgang

Wo kann man denn schlafen? Auf Sylt gibt es unendlich viele Gästebetten und dazu noch mehrere Campingplätze. Es geht jedoch auch anders: Einfach unter freiem Himmel schlafen mit Matte und Schlafsack (ggf. Biwacksack), vorzugsweise an den entlegeneren Strandabschnitten. Manch einer wird sich nun aufregen. Wild Campen in Deutschland ist doch verboten und dann noch auf der Urlaubsinsel der Schönen und Reichen. Ob die Sylt Normaltouristen und Ferienwohnungsbesitzertouristen schön sind sei dahingestellt, reich mögen viele sein. Trotzdem wird sich der umweltbewusste Trekker deutlich angenehmer verhalten als der Tourist. Er wird seinen Müll mitnehmen und falls er mal auf die Toilette muss, eine der zahlreichen öffentlichen Toiletten aufsuchen oder falls es gar nicht anders geht ein ausreichend tiefes Loch buddeln und seine Notdurft an abgelegener Stelle verrichten. Nicht so der Tourist. Er scheint sein Revier markieren zu wollen und hinterlässt Haufen an Haufen mit reichlich Klopapier hinter jedem noch so kleinen Busch…oder einfach direkt am Weg. Ja genau, nicht immer sind es die Hunde, denn die benutzen äußerst selten mal Toilettenpapier.
Wer sich also vernünftig verhält und abends am menschenleeren Strand seinen Schlafsack ausrollt wird sicherlich keine Probleme bekommen.

Koten verboten