In der letzten Woche haben wir über die Bouldermöglichkeiten im Norden Sardiniens berichtet. Wer noch keine feuchten Hände bekommen hat wird bestimmt in der Mitte Sardiniens, von der Ost- bis zu Westküste, einen passenden Spot finden.

Die Mitte von der Ost- bis zur Westküste

Auch in der Mitte Sardiniens dominiert das Bouldern an Granit. Ein paar Besonderheiten gibt es hier allerdings. An der Westküste liegt das kleine Basaltgebiet Cornus und im Osten das einzige Bouldergebiet an Kalkstein: Serra Oseli. Fast alle Gebiete liegen auf Privatland und einige dürfen nur in Begleitung eines Locals oder nach vorherigem Kontakt mit dem Landbesitzer betreten werden. Am besten ihr nehmt Kontakt zu den einheimischen Boulderern von Bloccobirra auf und fragt wie es aktuell mit dem Zugang zum Gebiet ist. Vielleicht ergibt sich daraus auch eine gemeinsame Bouldersession. Auch sehr hilfsbereit sind die Leute von www.climbingsardinia.com.

Cornus

Cornus ist das einzige Bouldergebiet an der zentralen Westküste und das einzige Gebiet an Basalt. Auf climbingsardinia gibt es einen Beitrag inklusive Topo. Wie soll es anders sein… Cornus liegt auf Privatgrund und kein Mensch käme auf die Idee hier zu bouldern. Ein hoher Zaun, ein deutliches “betreten verboten” Schild und laute (aber kleine) Hunde halten unliebsame Gäste fern. Nach Rücksprache mit Einheimischen (Frühjahr 2018) ist es aber OK das Gebiet zum Bouldern zu betreten. Bitte verhaltet euch äußerst rücksichtsvoll und respektvoll und hinterlasst ein Tor genau so wie ihr es vorfindet.

Das Gebiet ist nicht das Beste, dafür das Einzige in der Umgebung. Insbesondere wenn man Surfen und Bouldern möchte, kann man beides hier wunderbar verbinden. Als Unterkunft bietet sich der Ganzjahrescampingsplatz Camping Nurapolis an. Es gibt hier ca. 24 Routen von 4a bis 6c.

San Antonio

Ein winziges Gebiet mit nur einer handvoll Linien zum Bouldern (fb5c bis fb7a) und etwa zwei dutzend Kletterrouten. Infos gab es im Kletterführer Pietra di Luna von 2007.

Orani

Infos zum Bouldern im Gebiet Orani gibt es auf Bloccobirra. Hier gibt es auch ein Topo von Orani. Die Seite ist leider nur auf italienisch. Auch im Kletterführer Pietra di Luna aus dem Jahr 2007 war das Gebiet noch mit Topo enthalten. Hier ist auch wieder der Hinweis, das Gebiet nur nach vorheriger Anfrage beim Besitzer oder mit einheimischen Boulderern zu betreten. Über 50 Routen von 4b bis 8a.

Sarule

Infos zum Gebiet gibt es wieder einmal auf Bloccobirra. Die knapp 100 Probleme sind auf zwei Sektoren aufgeteilt. Hier gehts zu den Topos von Sarule Vecchia und Sarule Nuova. Auch Sarule liegt auf Privatgrund.

Ollolai

Ollolai liegt auf 1.100 Meter Höhe bei der archäologischen Stätte Sa Onca Vrabi’a und eignet sich dadurch auch für Sommerabende. Ideal ist es im Frühjahr und Herbst. Etwa 30 Boulder von 3c bis 7b+. Infos zum Gebiet gibt es im Pietra di Luna von 2007.

Orotelli

Das Bouldergebiet Orotelli sollte ebenfalls nur gemeinsam mit Einheimischen besucht werden. Einen Lageplan der Sektoren und einen Bericht gibt es wieder auf Bloccobirra. Linien von fb4 bis 8a+.

Selene (Lanusei)

Infos zum Gebiet gibt es im Pietra di Luna von 2007. Der Wald von Selene hat etwa 30 im Schatten gelegene, leichtere Linien (3b bis 6c+) an niedrigen Blöcken und liegt an einer archäologischen Stätte auf etwa 1000 Metern Höhe. Gut für Familien geeignet.

Bouldergebiete Sardinien

Bouldern an Kalk in der Serra Oseli.

Serra Oseli

Die Serra Oseli ist ein wunderschön gelegener kleiner Höhenzug im Supramonte di Baunei. Am Fuße befinden sich die Überreste eines alten Steinbruchs. Zahlreiche Kalkblöcke von 3 bis 5 Meter Höhe. Ein Topo gibt es von Bloccobirra. Ca. 60 Probleme von 4 bis 7b+. Der ehemalige Betreiber vom Lemon House, Peter, hat dazu diese Liste mit genaueren Bewertungen veröffentlicht. Die Nummern stimmen mit denen des Bloccobirra Topos überein.

Probleme mit dem Zugang gab es in den letzten Jahren überhaupt keine. Aber Achtung: die Dirtroad ist sehr schmal und teilweise recht ausgewaschen. Immer mal wieder kommen einem einheimische Landwirte entgegen, was zu umständlichen Ausweichmanövern führt und die Locals sicher nicht besonders erfreut. Man kann zwar direkt bis zum Gebiet fahren, besser man wandert den letzten Kilometer und parkt an der asphaltierten Straße.

Neben bouldern kann man an der Serra Oseli wunderbar wandern, sportklettern und Mehrseillängenrouten machen.

Bouldergebiete Sardinien – Fazit

Bouldergebiete gibt es auch im Zentrum Sardiniens einige. Oftmals ist der Zugang schwierig. Uns gefällt das Gebiet Serra Oseli am besten, andere wie San Antonio, Sarule oder Selene haben wir noch nicht selbst besucht. Wir werden auf jeden Fall vom nächsten Sardinien-Trip berichten und dann weitere Gebiete erkunden.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Zugang gemacht und welches ist euer Lieblingsgebiet?

Hier geht’s zum Beitrag über das Bouldern im Süden Sardiniens.

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