Das Anagagebirge. Abgeschieden und wildromantisch erwartet es die nach einzigartiger Natur suchenden Wanderer. Von unserer Trekkingtour in dieser geologisch ältesten Region Teneriffas haben wir vor kurzem berichtet. Hier noch wichtige Tipps zum Trekking im Anagagebirge.

Trekking im Anagagebirge: Literatur und Medien

Die topografischen Karten der Serie Mapa Topografico Nacional de Espana sind hervorragend für alle, die sich auf einsamen und selten begangenen Pfaden auf Teneriffa bewegen. Für das Anagagebirge benötigt ihr die Karte Punta de Anaga 1089-1 (1:25.000). Die Version von 1999 wurde im Jahr 2014 durch eine Neuauflage ersetzt. Das ganze 20-teilige Kartenset oder auch einzelne Karten können auf www.editorial-zech.es für 110,- bzw. 5,50 € bestellt werden.

Sehr sinnvoll ist zusätzlich der Rother Wanderfüher Teneriffa. Er bietet eine Fülle an Touren von leicht bis wagemutig. Wir haben nie zusätzlich Karten für die beschriebenen Touren benötigt. Sinnvoll ist es allemal, insbesondere wenn man auch abseits der Touren unterwegs ist.

Wer sich online Karten anschauen und auf Touren vorbereiten möchte hat dazu eine perfekte Möglichkeit: Auf dem Portal der kanarischen Regierung mit dem Namen GRAFCAN. Hier bleiben keine Wünsche offen.

Trekking-im-Anagagebirge

Ein Traum in grün. Nur nicht für die ganz Kleinen.

Wildes Campen auf Teneriffa / Unterkünfte

Eine ideale Lage für viele Tagestouren hat die Herberge Albergue Montes de Anaga inmitten des Anaga Naturparks. Ansonsten sieht es schlecht aus. Hotels gibt es glücklicherweise keine und auch Ferienwohnungen sind so gut wie nicht zu finden.

Das Campen ist an vielen Stränden verboten und es wird mit Schildern auf dieses Verbot hingewiesen. Auf dem Trek ist kein derartiges offizielles Verbot zu sehen, was nicht bedeutet, dass es auch erlaubt ist. Ganz im Gegenteil. Wildes Campen ist auf Teneriffa grundsätzlich und insbesondere in den Naturparks nicht erlaubt. Dafür gibt es spezielle Zonas de Acampada. Übernachtungen müssen vorher auf der Website des Cabildo reserviert werden. Leider gibt es keine Campingzone im Anagagebirge.

Inwieweit man sich daran hält und ggf. Bußgelder riskiert muss jeder selber wissen. Wir würden nicht mehr mit Zelt Trekking im Anagagebirge machen, sondern nur noch mit Biwaksack unterwegs sein. Neben der enormen Gewichtsersparnis hat das Biwakieren nochmal einen anderen Charakter als das Aufschlagen eines Zeltes. Rechtlich wird es keinen Unterschied machen. Da auf einigen Pfaden nur selten Wanderer unterwegs sind, ist es aus ökologischer Sicht sicherlich vertretbar. Und ein naturbewusster Wildcamper richtet keinesfalls mehr Schaden an als ein Tageswanderer. Auch der “normale” Wanderer hat Essen dabei und muss vielleicht einmal auf Toilette…

Für Mehrtagestouren mit Kleinkindern ist die Region nicht zu empfehlen. Zu viel Wasser muss geschleppt werden, zu anspruchsvoll sind viele Wege. Dann lieber zum Zelten in eine offizielle Campingzone!

Sonstiges

Zugangsbeschränkungen
Für bestimmte Gebiete ist der Zugang beschränkt und eine Genehmigung muss vorher beantragt werden. Dies gilt z.B. für das Gebiet El Pijaral sowie la Zona de Exclusión de Monte de Aguirre im Anagagebirge. Mehr Infos von offizieller Seite gibt es leider nur auf der spanischen Seite des Cabildo de Tenerife.

Wasser
Natürliche Wasserquellen gibt es keine. Das Wasser muss also mitgenommen werden oder man fragt höflich bei Einheimischen nach.

Anforderungen

  • Besondere Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind beim Abstecher zur Playa de Anosma absolut notwendig.
  • Während einige Touren im Rother Wanderführer nach meinem Empfinden leichter sind als dort beschrieben, würde ich den Abschnitt zur Playa de Anosma von rot auf schwarz hochstufen … und so ist es jetzt auch gekommen 🙂
  • Sehr gute konditionelle Fähigkeiten.
  • Achtung: kein Handyempfang von Chamorga bis zur Playa de Anosma.

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