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„Wir kommen Heim“ – 3 Gründe für die Unterbrechung unserer Elternzeitreise

Zwerge

Es ist mitten in der Nacht. Wir sitzen im Auto und haben noch 300km bis zum ersten Familienstop in Deutschland vor uns. Beide Kinder schlafen. Für uns die beste Zeit zu fahren. Auch, wenn wir müde sind. Jetzt ist auch eine gute Zeit noch einmal zu überlegen, was uns dazu bringt unsere für mehrere Monate geplante Tour nach 4 Wochen zu unterbrechen.

1. Das Wetter

Wir wollten dem deutschen Winter entfliehen… Das ist uns auch gelungen. Wir hatten auf Sizilien wunderschönes Wetter. Meist Sonne, tagsüber um 15 Grad. Gemütlich um viel draußen zu sein und nicht im Schneeanzug umher laufen zu müssen. Aber sobald abends die Sonne weg ist geht es auch mit den Temperaturen bergab. Für die Kinder ok. Abends muss Wickeln und Umziehen etwas flotter gehen, aber dann geht es früh ins Bett.

Aber was machen wir dann? Draußen sitzen geht nicht. Plötzlich hat es nämlich nur noch 8 Grad. Nicht kuschelig. Drinnen lesen mit Stirnlampe und auch schon ins Bett gekuschelt. Hat zur Folge, dass wir meist selbst nicht länger als halb neun auf bleiben. Naja, so bekommen wir wenigstens genug Schlaf. Oft ist auch sehr windig. Das macht dann auch tagsüber die Temperaturen nicht mehr ganz so angenehm.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir einfach etwas zu früh dran sind im Jahr. Auch wenn der sizilianische Winter nicht mit unserem zu vergleichen ist, ist er nicht warm genug für Outdoor-/ Busleben mit Baby und Kleinkind.

Tipp: Wo ist es im europäischen Winter warm genug für entspanntes Busleben? Sizilien ist wunderschön, nah (ab Genua mit der Fähre nach Palermo), aber nachts noch etwas frisch. Wer den weiten Weg nicht scheut ist in Südportugal gut aufgehoben. Viel wärmer ist es hier allerdings auch nicht. Ideal sind die Kanarischen Inseln. Diese sind nur leider mit dem Reisemobil noch eine zweitägige Fährfahrt von Portugal entfernt.

2. Fehlende Spielkameraden und Reisestress für unsere Große

Unsere Tochter nimmt mit ihren knapp Zweieinhalb Jahren so unglaublich viel auf. Das ist Wahnsinn. Wir haben gemerkt, dass es für sie enorm wichtig ist auch unterwegs einiger maßen feste Abläufe im Tag zu haben und auch konstante Orte. Sie will den Campingplatz kennen, will den Einkaufsladen kennen usw.  Immer, wenn wir aufbrechen fragt sie am Tag, ob wir abends wieder auf „unsen Pänkingpatz“ zurückfahren. Immer, wenn sie merkt, dass es weiter geht, Sachen zusammen gepackt werden ist sie unruhig, braucht mehr Beschäftigung und Zuneigung.

Unsere Konsequenz für die nächste Reise ist eine bessere Vorbereitung, um gezielt schöne Orte anfahren zu können und länger an einem Ort bleiben.

Ein weiterer Wermutstropfen sind oft leere Spielplätze. Es fehlen andere Kinder zum Spielen. Falsche Tageszeit? Keine Ahnung. Egal wann wir auf einem Spielplatz sind, wir treffen nur sehr selten jemanden. Lösung fürs nächste Mal: Wir fahren mit Freunden…

Tipp: Wie man mit Kleinkindern optimal reisen kann hängt vom jeweiligen Kind ab. Jedes ist anders. 2-3 Tage an jedem Ort bleiben und dann weiterreisen funktioniert bei uns nicht. Besser für 1-2 Wochen an einem schönen Platz bleiben und dann direkt das nächste Ziel für einen ähnlich langen Zeitraum ansteuern.

Spielplatz Sizilien

Leider oft menschenleer und zugemüllt.

3. Medizinischer Zwischenfall

Auslöser der ganzen Überlegungen „nach Hause fahren ja oder nein“ ist allerdings ein ganz anderer. Es ist niemand akut krank geworden, aber unsere Große hat eine fragwürdige Schwellung am Hinterkopf, die sich entzündet hatte. Was tun? Kann eine Kleinigkeit sein. Desinfizierende Salbe drauf, fertig. Oder aber es bildet sich ein Abszess und das kann dann richtig blöd werden. Also muss man abwägen. Für uns ist klar, dass wir es nicht in Italien aufschneiden lassen würden und somit ist eigentlich schon eine Entscheidung getroffen.

Tipp: Auf Sizilien gibt es in jedem größeren Ort eine Guardia Medica. Dort kann man ohne jeglichen bürokratischen Aufwand kostenlos einen Arzt oder zumindest angehenden Mediziner konsultieren. Eine tolle Lösung. Unserer Zweijährigen wurde nur leider eine Salbe verschrieben, die für Kinder unter 8 Jahren nicht verwendet werden darf. Also eine gute Anlaufstelle für eine erste Einschätzung. Einen Facharzt wird man hier allerdings nicht antreffen.

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